Der Podcast

Podcast-Cover «Polizei neu denken»

Die Serien als Hör-Fassung: ein Gedanke, ein Bild, fünf bis sieben Minuten pro Folge – aus der Lehre, für die Praxis. Zum Pendeln, nicht zum Mitschreiben.

Jede Folge folgt einem Teil der jeweiligen Serie – wer lieber liest, findet unter jeder Folge den Text zum Nachlesen. Der gesprochene Hinweis zur Einordnung steht jeweils im Auftakt einer Staffel; im Podcast-Feed begleitet er als Text jede Folgen-Beschreibung. Wer lieber schaut: der Umschalter zeigt dieselben Folgen als Video – erst beim Abspielen wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.

Staffel 1 · Wer steuert die Polizei?

5 Folgen
  1. Der Preis der Öffnung

    Staffel 1, Folge 1 der Serie «Wer steuert die Polizei?». Die Polizeiführung steht zwischen politischer Erwartung und fachlicher Wirkung – eine alltägliche Spannung, die wie persönliches Versagen wirkt. Sie ist keins: Sie ist der Preis dafür, dass sich die Polizei geöffnet hat.

    · 5:11

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  2. Die Sprache der Kennzahlen

    Staffel 1, Folge 2 der Serie «Wer steuert die Polizei?». New Public Management steuert die Polizei über Zahlen – Aufklärungsquoten, Leistungsaufträge, Wirkungsziele. Doch es erfindet den Erfolg nicht neu: Es enteignet eine Währung, die der Polizei längst gehörte, und macht sie zur Sache der Politik.

    · 4:09

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  3. Was sich nicht steuern lässt

    Staffel 1, Folge 3 der Serie «Wer steuert die Polizei?». Reformen werden beschlossen, Leitbilder verkündet – und an der Front ändert sich wenig. Warum die Steuerung nur die Oberfläche erreicht: Die Polizei hat zwei Kulturen, und die eine, die tatsächlich handelt, lässt sich nicht verordnen.

    · 4:54

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  4. Regieren ohne Befehl

    Staffel 1, Folge 4 der Serie «Wer steuert die Polizei?». Kennzahlen befehlen nicht – sie verändern die Landschaft, in der gehandelt wird. Mit Foucaults Begriff der Gouvernementalität wird sichtbar, wie Steuerung als Sachzwang ohne Absender auftritt: Am Ende trägt niemand die Verantwortung, weil scheinbar niemand entschieden hat.

    · 4:41

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  5. An der Bruchlinie

    Staffel 1, Folge 5 der Serie «Wer steuert die Polizei?». Zwischen dem Sicherheitsgefühl und der tatsächlichen Kriminalität klafft eine Lücke – und sie ist der Politik unbequem, weil Tatsachen selten ins Bild passen. Warum Führung diese Naht über Legitimität und Vertrauen hält, nicht über den Glauben an Technik.

    · 5:50

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Staffel 2 · Die zweite Kultur

5 Folgen
  1. Die zweite Kultur

    Staffel 2, Folge 1 der Serie «Die zweite Kultur». Zwei Polizisten, dieselbe Ausbildung, dasselbe Leitbild – und doch lernt der eine in den ersten Wochen auf der Strasse etwas, das nirgends geschrieben steht. Die Polizei hat eine zweite, innere Kultur, die niemand verordnet hat. Was ist sie – und warum bestimmt gerade sie, was auf der Strasse geschieht?

    · 3:48

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  2. Die Erfindung der Distanz

    Staffel 2, Folge 2 der Serie «Die zweite Kultur». Der Polizist im Streifenwagen, hinter Glas, von Notruf zu Notruf – diese Distanz ist so selbstverständlich, dass man vergisst: Sie war einmal ein Fortschritt. Die zweite Kultur der Polizei ist nicht zeitlos. Sie wurde hergestellt, aus einer Trennung, die man bewusst herbeiführte.

    · 3:24

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  3. Wer die Polizei von innen ist

    Staffel 2, Folge 3 der Serie «Die zweite Kultur». Von „der Polizei“ und „der Cop Culture“ zu reden, verdeckt das Entscheidende: In jedem Korps ringen sehr verschiedene Vorstellungen davon, was richtige Polizeiarbeit ist. Die zweite Kultur ist keine Einheit, sondern ein Spektrum – und wer den Wandel steuern will, muss wissen, wer darin wen belächelt.

    · 3:13

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  4. Der harte Kern

    Staffel 2, Folge 4 der Serie «Die zweite Kultur». Warum gilt bürgernahe Polizeiarbeit intern oft als halbe Arbeit? Nicht weil die Beamten bequem wären, sondern weil Bürgernähe an etwas Tieferes rührt: an das Bild vom richtigen Polizisten. Im Kern der zweiten Kultur steht eine Frage der Identität – und die lässt sich nicht per Weisung ändern.

    · 3:13

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  5. Was Kultur wirklich verändert

    Staffel 2, Folge 5 der Serie «Die zweite Kultur». Wenn Befehl die Kultur nicht erreicht und Druck sie nur verhärtet – wie verändert man sie dann? Der letzte Teil sucht die Antwort dort, wo Kultur tatsächlich nachgibt: nicht bei der Weisung, sondern beim persönlichen Kontakt, bei der Beteiligung und bei einem neuen Bild von der eigenen Rolle.

    · 3:00

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Staffel 3 · Wissen, das wirkt

5 Folgen
  1. Was Ratcliffe wirklich meint

    Staffel 3, Folge 1 der Serie «Wissen, das wirkt». Intelligence-Led Policing gilt vielen als Algorithmus, der Verbrechen vorhersagt. Jerry Ratcliffe, der das Modell wie kein anderer geprägt hat, meint etwas anderes – und Anspruchsvolleres: nicht die Vorhersage, sondern die Frage, ob Analyse überhaupt bei denen ankommt, die entscheiden.

    · 3:03

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  2. Der schwierigste Schritt ist der Einfluss

    Staffel 3, Folge 2 der Serie «Wissen, das wirkt». Der Reflex sagt: Das Schwere an Intelligence-Led Policing ist die Analyse – die Daten, die Software, die Fachkräfte. Ratcliffes Forschung sagt das Gegenteil. Analyse-Einheiten sind oft reich an Wissen und arm an Einfluss. Das eigentliche Nadelöhr sitzt zwischen Erkenntnis und Entscheidung.

    · 2:46

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  3. Top-down trifft Bürgernähe

    Staffel 3, Folge 3 der Serie «Wissen, das wirkt». Intelligence-Led Policing macht eine leise, folgenreiche Behauptung: dass die Prioritäten von oben kommen, aus dem Lagebild. Das gerät in Spannung zu einer Polizei-Tradition, die ihre Stärke unten sucht – in der Nähe zur Bevölkerung. Ein Widerspruch, der die Schweiz besonders trifft.

    · 3:07

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  4. Das föderale Nadelöhr

    Staffel 3, Folge 4 der Serie «Wissen, das wirkt». Ratcliffes Modell braucht am Ende einen Entscheider, der auf das kriminelle Umfeld wirken kann. Doch moderne Kriminalität überschreitet Grenzen, die die Polizei nicht überschreitet. In einem föderal organisierten Land reisst das Lagebild genau dort, wo es am weitesten reichen müsste.

    · 2:59

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  5. Evidenz auf verzerrten Daten

    Staffel 3, Folge 5 der Serie «Wissen, das wirkt». Intelligence-Led Policing verspricht objektive Entscheidungen. Aber die Daten, aus denen das Lagebild entsteht, sind nicht neutral: Erfasste Kriminalität spiegelt, wer anzeigt, nicht, was geschieht. Wann aus Evidenz Ideologie wird – und was Ratcliffe selbst dagegen vorschlägt.

    · 3:13

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