Denkanstösse

Einzelne Essays und Beobachtungen – der kanonische Ort, an dem die Texte zuerst erscheinen. Die Serien haben ihren eigenen Ort: alle Serien. Nach Thema stöbern: alle Themen.

Die Suche findet auch die Teile aller Serien – ohne Suchbegriff zeigt die Liste nur die einzelnen Essays.

  • Die Kaffeerunde ist keine Pause

    Wenn gespart oder reorganisiert wird, stirbt zuerst das Informelle – die Schichtübergabe wird gestrafft, das Pausenzimmer verkleinert, die Kaffeerunde gilt als verlorene Zeit. Dabei leistet sie etwas, das keine Weisung ersetzen kann: Dort verarbeitet die Organisation, was ihr widerfährt. Eine positive Funktionsbestimmung der Informalität.

    Cop Culture
  • Das Navi, keine Kristallkugel

    Intelligence-Led Policing wird oft als Computer missverstanden, der Verbrechen vorhersagt. Das treffendere Bild ist ein anderes Alltagsgerät: das Auto-Navi. Es kennt die Zukunft nicht – es rechnet mit dem, was es jetzt weiss, und korrigiert sich, sobald sich die Lage ändert.

  • Gen Z bei der Polizei: Sinnhunger ist kein Kulturbruch

    Neuauflage des Themas „Kulturkampf im Schichtplan“: Was wie ein Generationenkonflikt wirkt, ist beim genaueren Hinsehen dieselbe Verfahrensgerechtigkeit, die das Register «Bild des Gelingens» extern und intern schon belegt hat – nur diesmal gegenüber der eigenen Organisation eingefordert.

  • Kameras, die nichts abschrecken – was Luzern und Genf zeigen

    Videoüberwachung im öffentlichen Raum gilt als Sicherheits-Selbstverständlichkeit. Doch die Schweizer Evidenz aus Luzern und Genf zeigt: Im offenen urbanen Raum schreckt die Kamera kaum ab – sie verlagert eher, als sie verhindert.

  • Die „Digital Cop Culture“: Zwischen Rückzug und neuer Professionalität

    Bodycam, Smartphone und Überwachungskamera filmen heute jeden Polizeieinsatz aus drei Perspektiven. Führt diese ständige Sichtbarkeit zu ängstlichem Rückzug oder zu neuer Professionalität? Die Forschung zeichnet ein differenzierteres Bild, als die Debatte vermuten lässt.

  • Gen Z bei der Polizei: Kulturkampf im Schichtplan?

    Wenn die Generation Z auf die traditionelle Cop Culture trifft, prallen Welten aufeinander. Warum der Ruf nach Work-Life-Balance keine Faulheit ist, sondern ein neues Verständnis von psychischer Gesundheit und Professionalität.

  • Warum wir als Polizei zuerst über Gesellschaft nachdenken sollten – und dann über Strategie

    Der erste Tag im CAS Interprofessionelle Polizeiarbeit beginnt nicht mit Einsatzschemata, sondern mit einer Frage: In welcher Gesellschaft wollen wir 2040 leben? Warum moderne Polizeiarbeit zuerst über Gesellschaft nachdenkt – und dann über Strategie.

  • Polizei neu denken

    Ein Praxis-Impuls: Polizeiarbeit muss in einer digitalen, komplexen Gesellschaft neu gedacht werden – mit klaren Rollenbildern, evidenzbasierten Methoden und einer Führung, die den Wandel aktiv gestaltet.

  • Intelligence-Led Policing – Von der reaktiven Polizeiarbeit zur Prävention

    Intelligence-Led Policing verschiebt die Polizeiarbeit von der Reaktion zur Prävention: ein informationsgestütztes Modell, das viele Datenfragmente zu einem Lagebild für strategische, operative und taktische Entscheide verdichtet.

  • Wandel von einer Staatspolizei zu einer Bürgerpolizei

    Wie sich das Selbstverständnis der Polizei verschiebt: von der konfrontativ-repressiven Staatspolizei hin zur kooperativen Bürgerpolizei, die Demonstrationen als legitime politische Artikulation begreift.

  • Erwartungen an die Polizei und Rollenverhalten

    Die Polizei jongliert widersprüchliche Rollen – Repression, Prävention, soziales Gehör – und ebenso widersprüchliche Erwartungen der Bevölkerung. Wie das soziologische Rollenmodell und der Wertewandel das polizeiliche Selbstverständnis prägen.