Themen

Steuerung

Wie man eine Organisation führt, die sich nicht durchsteuern lässt: Kennzahlen, New Public Management, Gouvernementalität.

  • Wenn Politik Komplexität verarbeitet

    Praktiker klagen, die Politik verlange einfache Antworten auf komplexe Lagen. Doch Vereinfachung ist keine Schwäche der Politik – sie ist ihre Funktion. Was heisst das für eine Polizei, die zwischen der politischen Vereinfachung und der komplexen Front steht? Der letzte Teil der Serie über das Entscheiden unter Komplexität.

    Entscheiden im Nebel · Teil 5
  • Organisationen, die Überraschung überleben

    Manche Organisationen arbeiten unter hoher Gefahr und haben trotzdem erstaunlich wenige Katastrophen – nicht weil sie Überraschungen verhindern, sondern weil sie mit ihnen rechnen. Karl Weick nennt das kollektive Achtsamkeit. Teil 4 der Serie über das Entscheiden unter Komplexität.

    Entscheiden im Nebel · Teil 4
  • Wie Erfahrene wirklich entscheiden

    Erfahrene entscheiden im Ernstfall nicht, indem sie Optionen abwägen – sie erkennen die Lage wieder. Gary Klein nennt das die intuitive Entscheidung des Praktikers, und sie ist keine Magie, sondern geübte Mustererkennung. Aber sie trägt nur unter zwei Bedingungen. Teil 3 der Serie über das Entscheiden unter Komplexität.

    Entscheiden im Nebel · Teil 3
  • Warum kluge Leute im Komplexen scheitern

    Wer im Komplexen scheitert, ist selten dumm – das Scheitern folgt Mustern, die sich beschreiben lassen. Dietrich Dörner hat sie in Simulations-Experimenten sichtbar gemacht: von Symptom zu Symptom hetzen, Nebenwirkungen übersehen, Verzögerungen unterschätzen, übersteuern. Teil 2 der Serie über das Entscheiden unter Komplexität.

    Entscheiden im Nebel · Teil 2
  • Kompliziert ist nicht komplex

    Die beiden Wörter werden im Alltag als Synonyme benutzt – dabei bezeichnen sie grundverschiedene Arten von Problemen, die grundverschiedene Antworten verlangen. Wer sie verwechselt, behandelt eine Demonstration wie ein Uhrwerk. Der Auftakt zur Serie über das Entscheiden unter Komplexität.

    Entscheiden im Nebel · Teil 1
  • Warum Legitimität mehr trägt als Abschreckung

    Kameras schrecken kaum ab, zeigte der „Prüfstein“-Beitrag zu Luzern und Genf. Das ist kein Einzelbefund: Verfahrensgerechtigkeit ist der Grund, warum Legitimität als Hebel trägt, wo Abschreckung an Grenzen stösst.

    Bild des Gelingens · Teil 3
  • Gen Z bei der Polizei: Sinnhunger ist kein Kulturbruch

    Neuauflage des Themas „Kulturkampf im Schichtplan“: Was wie ein Generationenkonflikt wirkt, ist beim genaueren Hinsehen dieselbe Verfahrensgerechtigkeit, die das Register «Bild des Gelingens» extern und intern schon belegt hat – nur diesmal gegenüber der eigenen Organisation eingefordert.

    Die Neuauflage
  • Was Führung daraus konkret ableiten kann

    Die ersten drei Teile dieses Registers zeigen einen Mechanismus. Dieser vierte übersetzt ihn in Führungspraxis: nicht als Haltung, sondern als drei konkrete Rituale, die sich aus der Forschung selbst ableiten lassen.

    Bild des Gelingens · Teil 4
  • Fairness beginnt innen

    Der weniger bekannte, für die Führung wichtigere Befund der Legitimitäts-Forschung: Wie eine Polizei ihre eigenen Leute behandelt, prägt, wie diese die Bürger behandeln. Faire Führung nach innen ist keine Sozialromantik – sie ist der am besten belegte Hebel für faires Handeln nach aussen.

    Bild des Gelingens · Teil 2
  • An der Bruchlinie

    Die Serie schliesst dort, wo Politik und Polizei sich am schärfsten reiben: an der gefühlten Sicherheit. Wenn die Lage und das politische Narrativ auseinanderfallen, entscheidet sich, ob eine Führung die Tatsache trägt – und was gute Polizeiarbeit dann konkret bedeutet.

    Wer steuert die Polizei? · Teil 5
  • Der Preis der Öffnung

    Die Polizeiführung steht zwischen politischer Erwartung und fachlicher Wirkung – eine alltägliche Spannung, die wie persönliches Versagen wirkt. Sie ist keins: Sie ist der Preis dafür, dass sich die Polizei geöffnet hat. Auftakt einer Serie.

    Wer steuert die Polizei? · Teil 1
  • Die Sprache der Kennzahlen

    New Public Management steuert die Polizei über Zahlen – Aufklärungsquoten, Leistungsaufträge, Wirkungsziele. Doch es erfindet den Erfolg nicht neu: Es enteignet eine Währung, die der Polizei längst gehörte, und macht sie zur Sache der Politik.

    Wer steuert die Polizei? · Teil 2
  • Regieren ohne Befehl

    Wenn der Befehl nicht durchgreift, wie regiert die Politik die Polizei dann? Mit Foucault lässt sich eine Macht beschreiben, die nicht zwingt, sondern die Bedingungen setzt, unter denen sich eine Organisation selbst steuert – die Kennzahl als sanfteste und zugleich undurchsichtigste Form der Steuerung.

    Wer steuert die Polizei? · Teil 4
  • Was sich nicht steuern lässt

    Reformen werden beschlossen, Leitbilder verkündet – und an der Front ändert sich wenig. Warum die Steuerung nur die Oberfläche erreicht: Die Polizei hat zwei Kulturen, und die eine, die tatsächlich handelt, lässt sich nicht verordnen.

    Wer steuert die Polizei? · Teil 3